für Prävention und Gesundheitsförderung

Zum Ende der zweitägigen Schulung zum Gesundheitsbotschafter werden die Ergebnisse vorgestellt, welche Projekte sollen in den Schulen umgesetzt werden, ist da die Frage. Eines hat sich gezeigt: Es gibt eine Menge Ideen. Und es gibt viele motivierte Schüler, die ihre Vorschläge umsetzen wollen. Ob es nun das Essensangebot in der Mensa ist, das gesünder werden soll, ob es mehr Möglichkeiten zur Bewegung in der Schule sind, die Einführung eines Gesundheitstags oder Vorträge zum Thema „Mobbing“ – dem Ideenreichtum der 50 Schüler aus Hessen sind keine Grenzen gesetzt. Und ihrer Motivation, das Leben gesünder zu gestalten, ebenso wenig.

Zwei Tage lang ließen sie sich zu Gesundheitsbotschaftern ausbilden. Möglich macht das die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Hessischen Kultusministerium und der Dietrich Grönemeyer Stiftung. Die Ausbildung soll bei Schülern der Klassen sieben bis elf das Bewusstsein für Vorbeugung und Gesundheit schärfen, von ihrem neu erworbenen Wissen und den praktischen Erfahrungen sollen dann auch durch die neu ausgebildeten Gesundheitsbotschafter auch die Mitschüler, Lehrer und Eltern profitieren.

Seit 2009 können sich Schüler zu Gesundheitsbotschaftern ausbilden lassen, das Angebot ist offen für alle Schulformen. Diesmal war neben Gymnasium, Gesamt- und Berufsschule mit der Mathias-Bauer-Schule aus Bad Wildungen auch eine Förderschule dabei. „Die Stärke des Angebots bei der Gesundheitsbotschafter-Schulung ist auch die, das es sehr vielfältig ist“, so Sebastian Klaar von der Zentralen Fortbildungseinrichtung für Sportlehrkräfte des Landes Hessen. „Es waren informative und spannende Vorträge, die bei den Schülern gut angekommen sind“, berichtet er von seinen Beobachtungen.

Bevor die Schüler im Bochumer Grönemeyer-Institut ihre Ideen vorstellten, waren sie zu Gast in Essen, in der evangelischen Tagungs- und Begegnungsstätte „Haus am Turm“, bei überaus zuvorkommenden Gastgebern. Dort fand der erste Teil der zweitägigen Ausbildung statt, auf dem Programm standen beispielsweise Workshops, die sich mit „Kraft und Koordination“, Lernen in Bewegung“ oder „Gesunde, schöne Haut“ beschäftigten, außerdem gab es Vorträge zu den Themen „Sucht“ und „Mobbing“. Zu Beginn der Veranstaltung begrüße Professor Dietrich Grönemeyer die Schüler. Er erläuterte in seinem Einführungsvortag, wie wichtig Bewegung und gesunde Ernährung für das tägliche Wohlbefinden ist,  machte aber ebenso darauf aufmerksam, dass beispielsweise schon viele Schüler heute über Rückenschmerzen klagen, weil sie sich zu wenig bewegen. „Helft doch bitte mit, dass sich das bald ändert“, forderte er die zukünftigen Gesundheitsbotschafter auf. Bewegung beeinflusse die innere und äußere Haltung zugleich, nur wer sich gesund und kraftvoll fühle, könne dies auch an seine Umwelt weitergeben. Deshalb komme es darauf an zu trainieren, sich zu bewegen, um im (inneren wie äußeren) Gleichgewicht zu sein. Weshalb sich Professor Grönemeyer schon seit Jahren für eine Stunde Sport in der Schule pro Tag einsetzt. Bei den zukünftigen Gesundheitsbotschaftern brauchte er für diese Idee nicht lange zu werben.