für Prävention und Gesundheitsförderung

Die große Bühne macht schon mal Eindruck. Kaum hatte sich die Tür zur Aula in der Oberhausener Schmachtendorf-Grundschule geöffnet und die Schüler sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz gemacht, stand das Urteil schon fest: „Cool“, fanden gleich die ersten beiden Gäste, „sieht ja aus wie in einem richtigen Theater.“

Die Begeisterung sollte in der nächsten Dreiviertelstunde kein Deut kleiner werden, ganz im Gegenteil. Obwohl zunächst einmal die Frage nach dem Titel geklärt werden musste. „Wisst ihr eigentlich, wie das Stück, das ihr gleich sehen werdet, heißt?“, wollte Lehrerin Silke Kisling von den Grundschülern und Kindergartenkindern wissen. Allgemeines Kopfschütteln.  Da konnte Chiara weiterhelfen, sie kann immerhin schon gut lesen. „Erwin und Rosi“ hat sie einem der vielen aufgehängten Plakate entnommen.

Wer dieser Erwin und diese Rosi eigentlich sind, das sollten die Kinder schnell erfahren. Und was sie in der Praxis von Doktor Schönemeyer erleben, auch. Das Stück kam gut an, wie der lang anhaltende Applaus nach der letzten Szene beweisen sollte. „Hat es euch gefallen?“, fragte Lehrerin Silke Kisling die Grundschüler und Kindergartenkinder, ein kräftiges und lautes „Ja“ von den Zuschauern gab eine klare Antwort auf die Frage. Und die anschließenden Zugabe-Rufe bekräftigen dies noch.

In dieser Hinsicht musste Kisling die Zuschauer aber enttäuschen: „Eine Zugabe gibt es bei einem Theaterstück leider nicht.“ Dafür gab es aber noch einen Sonderapplaus für die Schauspieler, die noch einmal zurück auf die Bühne kamen. Und auch nach der Aufführung von den Kindern noch umringt wurden. Sie wollen sich ganz genau ansehen, wie die Handpuppe Doktor Schönemeyer aus der Nähe aussieht oder warum sich Frau Schnegge auf der Bühne so schnell hin- und herbewegen kann.

Für große Begeisterung sorgte ebenso die Ankündigung, dass es am Ausgang noch ein Geschenk von der Knappschaft geben wird. Jan freute sich besonders über die Zahnbürste. „Das ist jetzt schon meine dritte“, verkündete der Grundschüler stolz, „aber die erste in Blau!“

Die Aufführung in Oberhausen, bei der Kinder der Schmachtendorf- und der Dunkelschlag-Grundschule sowie des evangelischen Kindergarten zugeschaut haben, war bereits die neunte Station der Erwin und Rosi-Tour. Weiter geht es in Unna.