für Prävention und Gesundheitsförderung

Eben war es noch eine Turnhalle, jetzt ist daraus eine Arztpraxis geworden. Und zwar die von Dr. Schönemeyer. In der sitzen die rund 170 Kinder der Grundschule Leithe, der Kitas St. Johannes und Unterm Regenbogen aus Wattenscheid nun. Sie sind nicht allein, zu Beginn des Stücks werden sie von Sprechstundenhilfe Bärbel Schönemeyer begrüßt, später kommt Monsieur Flöh angehumpelt, weil er sich den Fuß verknackst hat. Mister Owl ist auch da, er ist flügellahm und verspannt, Frau Schnegge hat sich den Magen verdorben und Señor Conecho, ein Zahnbürstenvertreter mit Zahnschmerzen. Und, nicht zu vergessen: Erwin und Rosi, die Zwillinge – sie sind ja die Hauptpersonen im Mitmach-Theaterstück „Erwin und Rosi auf der Suche nach der verlorenen Sommersprosse.“
Das Stück, das in der großen Turnhalle der Lorheide-Sporthalle aufgeführt wurde, gehört zur Bewegungstour der Dietrich Grönemeyer-Stiftung, die an verschiedenen Schulen in NRW Halt macht und spielerisch Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren anspricht. Ziel des Präventionsprojektes der Dietrich Grönemeyer-Stiftung, das von der Knappschaft unterstützt wird, ist es, Gesundheitslehre mit Spaß an der Bewegung zu verbinden und dabei die motorischen, sensorischen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder nachhaltig zu mobilisieren.

In den gut 40 Minuten erfahren die Kinder nicht nur, warum Erwin und Rosi in Dr. Schönemeyers Praxis gelandet sind, es geht auch um Fragen wie: Wie putzt man die Zähne richtig? Oder: Was tun gegen Bauchschmerzen? Auf all diese Fragen bekommen die Kinder kinderleichte Antworten.

„Den Kindern hat es heute eine Menge Spaß gemacht“, hat Mechtild Schmitz-Leibold, die Leiterin der Grundschule Leithe beobachtet, „das hat man schon daran gesehen, mit wie viel Spaß sie die Bewegungsübungen mitgemacht haben.“ Einfach nur still sitzen und zuschauen  gibt’s bei „Erwin und Rosi“ nämlich nicht. Zwischendrin wird auf einem Bein gehüpft, in die Hände geklatscht – eine spielerische Anleitung zur Bewegung eben. Und was im Mitmach-Theaterstück angesprochen wurde, soll in den nächsten Monaten weiter intensiviert werden. Die Inhalte des Theaterstücks werden durch Geschichten, Rollenspiele und Mal- und Bastelarbeiten weiter verfolgt, eine Motopädin unterstützt die Kindergartengruppen und Schulklassen dabei. „Das werden kleinere Übungen und eine Bewegungsparcours sein“, erklärt Mechtild Schmitz-Leibold, „nach den Osterferien werden wir damit beginnen.“

Und Erwin und Rosi? Auch für sie hat sich der Besuch bei Dr. Schönemeyers gelohnt. Obwohl Erwin ja eigentlich erst gar nicht darüber sprechen wollte, was ihm fehlt und seine Zwillingsschwester ihn mit einem kleinen Trick zum Arzt locken musste. Auch ihm konnte geholfen werden in der etwa anderen Arztpraxis in Wattenscheid - die sich nach der Aufführung wieder in eine ganz normale Turnhalle zurückverwandelt hat...